Heizungsrohrleitungen und zugehörige Komponenten (z. B. Pumpen, Ausdehnungsgefäße, Armaturen) sind zentrale Bestandteile der technischen Gebäudeausrüstung und bilden die Basis für eine sichere und energieeffiziente Wärmeversorgung. Im Facility Management in Deutschland bestehen für Planung, Installation, Betrieb und Wartung umfassende Dokumentationspflichten. Diese Dokumente sichern die Einhaltung relevanter Normen und Gesetze, gewährleisten die Betriebssicherheit und sind Grundlage für Prüfungen durch Behörden oder externe Sachverständige.
Die Dokumentation von Heizungsrohrleitungen und Zubehör wie Ausdehnungsgefäßen und Pumpen ist ein zentraler Bestandteil des Facility Managements. Sie gewährleistet die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften, unterstützt den sicheren und effizienten Betrieb und bildet die Basis für Wartung, Inspektionen und Audits. Installations- und Betriebsanleitungen sowie Produktschilder sind daher nicht nur technische Unterlagen, sondern auch rechtlich relevante Dokumente, die im Gebäudebetrieb dauerhaft verfügbar und aktuell gehalten werden müssen.
Installations- und Betriebsanleitungen für Ausdehnungsgefäße
Zweck & Anwendungsbereich
Sicherstellung der korrekten Installation, des sicheren Betriebs und der regelmäßigen Wartung von Druckausdehnungsgefäßen, um Druckschwankungen in Heizungsrohrnetzen auszugleichen.
Relevante Vorschriften / Normen
DIN EN 13831 (Membran-Ausdehnungsgefäße für geschlossene Wasserheizungsanlagen); Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV); Druckgeräterichtlinie 2014/68/EU
Hersteller (Erstellung und Aktualisierung); Facility Manager (Aufbewahrung und Bereitstellung im Betrieb); Sachverständiger (Prüfungen)
Praktische Hinweise
Wird bei Abnahmen, wiederkehrenden Prüfungen und im Rahmen des Betreiberhandbuchs benötigt; Grundlage für Gefährdungsbeurteilungen nach ArbSchG.
Erläuternder Absatz
Ausdehnungsgefäße sind essenziell für den Druckausgleich in geschlossenen Heizungsanlagen. Die Betriebs- und Montageanleitungen dienen als verbindliche Grundlage für die korrekte Installation und den sicheren Betrieb. Nach DIN EN 13831 müssen alle relevanten Betriebsdaten dokumentiert werden. Im Facility Management wird dieses Dokument bei der Übergabe von Neuanlagen sowie bei regelmäßigen Wartungen benötigt. Die Inhalte unterstützen die Einhaltung der Druckgeräterichtlinie sowie der Betriebssicherheitsverordnung. Fehlende oder unvollständige Dokumentationen können zu Haftungsrisiken und Betriebsunterbrechungen führen.
Dokumentübersicht
Feld
Details
Dokumenttitel/-typ
Produktschild / Typenschild für Pumpen
Zweck & Anwendungsbereich
Nachweis der Herstellerangaben für Betriebssicherheit, Identifikation, CE-Kennzeichnung und Nachverfolgbarkeit im Sinne der Maschinenrichtlinie.
Relevante Vorschriften / Normen
DIN EN 809 (Pumpen für Flüssigkeiten – Sicherheitsanforderungen an Kreiselpumpen, oszillierende Verdrängerpumpen und Drehkolbenpumpen); Maschinenrichtlinie 2006/42/EG; Produktsicherheitsgesetz (ProdSG)
Zentrale Inhalte
- Herstellername und Anschrift - Typenbezeichnung und Seriennummer - Baujahr - Leistungsdaten (Förderstrom, Förderhöhe, Leistungsaufnahme) - CE-Kennzeichnung - Sicherheitskennzeichnungen
Verantwortliche Stelle
Hersteller (Anbringung und Richtigkeit); Facility Manager (Kontrolle, Dokumentation im Anlagenbuch); Prüfstellen (Überwachung bei Abnahme)
Praktische Hinweise
Dient zur Identifikation der Pumpe im Anlagenkataster, Grundlage für Wartungsplanung, Ersatzteilbestellung und Gewährleistungsansprüche. Muss dauerhaft lesbar am Produkt angebracht sein.
Erläuternder Absatz
Pumpen in Heizungsrohrsystemen müssen gemäß DIN EN 809 mit einem dauerhaften Produktschild versehen sein. Dieses Label enthält alle wesentlichen Betriebs- und Sicherheitsinformationen. Für das Facility Management ist es essenziell, da es die eindeutige Identifikation von Pumpen im Anlagenverzeichnis ermöglicht. Es unterstützt die Organisation von Wartungsarbeiten, die Bestellung passender Ersatzteile und die Nachverfolgbarkeit im Lebenszyklus. Fehlende oder beschädigte Typenschilder gelten als Mangel und können im Rahmen von Audits oder Sachverständigenprüfungen beanstandet werden.