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Schmutzfänger in Heizungsanlagen

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Schmutzfänger in Heizungsanlagen

Schmutzfänger in Heizungsanlagen

Schlammabscheider sind integrale Komponenten von Heiz- und Kühlsystemen und dienen dazu, Schlamm, Rost und Schwebeteilchen aus dem Umlaufwasser zu entfernen. Ihre ordnungsgemäße Installation und Inbetriebnahme sind entscheidend für die Aufrechterhaltung der Systemeffizienz, den Schutz von Wärmetauschern und Pumpen sowie die Einhaltung der Vorschriften zu Betriebssicherheit und Energieeffizienz. In der deutschen Facility-Management-Praxis erfordern die Inbetriebnahme und Prüfung von Heizungsanlagen mit Schlammabscheidern eine umfassende Dokumentation gemäß DIN 18380 (VOB/C) und BTGA-Regel 3.002 . Darüber hinaus stellt die Energieeffizienzerklärung gemäß Gebäudeenergiegesetz (GEG) sicher, dass die installierte Anlage die gesetzlichen Leistungs- und Umweltstandards erfüllt.

Die Dokumentation im Zusammenhang mit Schmutzfängern in Heizungssystemen gewährleistet die vollständige technische, betriebliche und behördliche Konformität in allen Projektphasen – von der Installation bis zum Betrieb. Zusammen bilden diese Dokumente einen überprüfbaren Nachweis für die Inbetriebnahme , Wartung und Einhaltung gesetzlicher Vorschriften des Systems . Im Facility Management ermöglicht die Führung dieser Aufzeichnungen eine transparente Betriebsüberwachung, unterstützt die Auditbereitschaft und gewährleistet die Systemintegrität gemäß DIN 18380 , BTGA-Regel 3.002 und GEG . Eine ordnungsgemäße Dokumentation und Archivierung dieser Materialien ist für ein nachhaltiges Anlagenmanagement, den Gewährleistungsschutz und die langfristige Betriebssicherheit der Gebäudeheizungsinfrastruktur von entscheidender Bedeutung.

Nachweise & Prüfprotokolle Heizsystemfilter

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Details

Dokumenttitel/-typ

Report on Pressure Testing (Prüfbericht zur Druckprüfung der Heizungsanlage)

Zweck und Umfang

Überprüft die Dichtheit und mechanische Integrität des Heizsystems vor dem Betrieb. Bestätigt, dass alle Komponenten, einschließlich Schmutzfänger, Rohrleitungen und Armaturen, dem erforderlichen Prüfdruck ohne Undichtigkeiten oder Verformungen standhalten.

Relevante Vorschriften/Normen

- DIN 18380 (VOB/C – Heizungsanlagen und zentrale Warmwasserbereitungsanlagen)
- BTGA-Regel 3.002 (Inbetriebnahme von Heizungsanlagen)
- BetrSichV §3 (Sicherer Betrieb technischer Anlagen)

Schlüsselelemente

Anlagenbeschreibung und Prüfabschnitte
Prüfdruck, Prüfdauer und verwendetes Medium (zB Wasser, Inertgas)
Umgebungstemperatur und Anlagentemperatur während der Prüfung
Start- und Endzeitpunkt der Druckprüfung
Feststellung von Druckabfall oder Undichtigkeiten
Unterschrift des Installateurs und des Kundenvertreters

Verantwortlicher

Vom Auftragnehmer/Installateur vorbereitet ; vor der Abnahme vom Facility Manager oder Bauleiter überprüft .

Praktische Hinweise

Dieses Protokoll ist vor Spül- bzw. Dämmarbeiten zu erstellen. Es dient als amtlicher Nachweis der Einhaltung der DIN 18380 Abschnitt 3.1.2 und ist der endgültigen Übergabedokumentation beizufügen.

Erläuternder Absatz

Der Druckprüfbericht ist eines der wichtigsten Abnahmedokumente für Heizungsanlagen. Er bestätigt, dass die gesamte Anlage baulich einwandfrei und dicht ist und stellt sicher, dass der Schmutzfänger und alle zugehörigen Rohrleitungen ordnungsgemäß installiert und abgedichtet sind. Gemäß DIN 18380 muss vor der Inbetriebnahme eine Druckprüfung des neu installierten Heizkreises durchgeführt werden – in der Regel mit Wasser (oder bei Bedarf mit Inertgas, um im Winter ein Einfrieren zu verhindern). Die Anlage wird auf einen festgelegten Druck (oft gleich dem Auslösedruck des Sicherheitsventils, etwa 2,5–3 bar, oder gemäß DIN EN 14336 etwa dem 1,3-fachen Betriebsdruck) gesetzt und für eine festgelegte Dauer (normalerweise mindestens 2 Stunden) gehalten. Während dieser Zeit werden alle Verbindungen, Ventile und der Schmutzfängeranschluss genau auf Anzeichen von Undichtigkeiten oder Druckabfall über einen akzeptablen geringen Toleranzbereich hinaus überprüft.

Erst nach einer erfolgreichen Druckprüfung – ohne Leckagen oder nennenswerten Druckverlust – wird die Heizungsanlage für nachfolgende Schritte wie das Spülen und Isolieren der Rohre freigegeben. Die Ergebnisse werden sorgfältig dokumentiert: Prüfdruck, Dauer, Medium (Wasser/Luft) und Beobachtungen werden festgehalten. Der Bericht wird vom Installateur unterzeichnet und vom Vertreter des Kunden (z. B. dem Facility Manager oder Bauleiter) beglaubigt. Dieses Dokument dient als offizieller Nachweis der Einhaltung der Anforderungen der VOB/C DIN 18380 und bietet eine Grundlage für die Integrität der Anlage zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme. In der Praxis archiviert der Facility Manager den Druckprüfbericht als Teil der Übergabedokumente. Er ist für Garantiezwecke und zukünftige Wartungsarbeiten von entscheidender Bedeutung – wird im späteren Betrieb eine Leckage entdeckt, hilft der Druckprüfbericht dabei, die anfängliche Dichtheit der Anlage nachzuweisen und so die Fehlersuche sowie etwaige Haftungs- oder Garantieansprüche zu erleichtern. Er trägt auch zum sicheren Betrieb gemäß BetrSichV bei , da er belegt, dass die Anlage vor Inbetriebnahme auf Sicherheit geprüft wurde.

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Details

Dokumenttitel/-typ

Spülprotokoll

Zweck und Umfang

Dokumentiert die Reinigung und Spülung des Heizkreislaufs zur Entfernung von Schmutz, Korrosionspartikeln und Baurückständen vor der Inbetriebnahme. Stellt sicher, dass Schmutzfänger und Filter auch ohne anfängliche Verschmutzung effektiv funktionieren.

Relevante Vorschriften/Normen

- DIN 18380 (VOB/C Abschnitt 3.1.3)
- BTGA-Regel 3.002 (Inbetriebnahme gebäudetechnischer Anlagen)
- VDI 2035 (Vermeidung von Schäden an Warmwasser-Heizungsanlagen)

Schlüsselelemente

Datum und Dauer der Spülung
Wasserquelle und Spülrichtung
Durchfluss-, Temperatur- und Druckwerte
Bestätigung der Sauberkeit des Abwassers (Sichtprüfung)
Eingesetzte chemische Behandlung (sofern zutreffend)
Unterschriften von Installateur und Betreiber

Verantwortlicher

Vom Installateur erstellt , vom Facility Manager überprüft und archiviert .

Praktische Hinweise

Das Spülprotokoll muss vor dem Einfüllen des aufbereiteten Wassers und der Inbetriebnahme der Anlage erstellt werden. Es gewährleistet die Einhaltung der VDI 2035 und bestätigt die hydraulische Sauberkeit, wodurch Korrosions- und Sedimentationsrisiken im Schmutzfänger minimiert werden.

Erläuternder Absatz

Das Spülprotokoll bietet einen detaillierten Bericht darüber, wie die Heizungsanlage vor der Inbetriebnahme innen gereinigt wurde. Nach einem erfolgreichen Drucktest wird jeder Abschnitt der Rohrleitung (häufig jede Etage oder jeder Kreislauf) gründlich gespült, um Installationsrückstände wie Metallspäne, Schweißschlacke, Rost und andere Ablagerungen zu entfernen. Zum Spülen wird sauberes Wasser mit hoher Geschwindigkeit durch das System geleitet, manchmal Abschnitt für Abschnitt, um Partikel auszuspülen. Der Schlammfänger (Schlammabscheider) und eventuelle Inline-Siebe helfen dabei, diese gelösten Verunreinigungen aufzufangen, aber der Großteil der Reinigung wird durch das Spülen selbst erledigt. Gemäß DIN 18380 und Richtlinien wie BTGA-Regel 3.002 ist das Spülen ein obligatorischer Schritt: Wasser wird in der Regel vom tiefsten Punkt nach oben (oder in der vorgesehenen Fließrichtung) eingeleitet und ausgespült, bis es klar ist. Wichtige Parameter wie Durchflussrate, Wassertemperatur und Druck werden während des Spülens überwacht und aufgezeichnet. In vielen Fällen wird der Spülvorgang wiederholt oder kontinuierlich durchgeführt, bis Proben des abfließenden Wassers optisch klar und frei von Partikeln sind. Wird ein chemisches Reinigungsmittel oder Korrosionsschutzmittel verwendet (gemäß VDI 2035 ), wird dies im Protokoll vermerkt. Dabei werden auch die chemischen Mittel und die anschließenden Spülschritte aufgeführt, um sicherzustellen, dass keine schädlichen Rückstände verbleiben. Jeder gespülte Kreislauf oder jede gespülte Komponente wird identifiziert und Datum und Dauer des Vorgangs werden in diesem Dokument protokolliert.

Aus praktischer Sicht ist das Spülprotokoll unerlässlich, um nachzuweisen, dass die Wasserqualität der Anlage den für einen langfristig effizienten Betrieb erforderlichen Standards entspricht. Die VDI 2035- Richtlinien zur Wasserqualität (z. B. Härte, pH-Wert, Leitfähigkeitsgrenzen) sind eng mit ordnungsgemäßen Spül- und Befüllverfahren verknüpft. Durch die Dokumentation der korrekten Spülung und Befüllung der Anlage weisen Installateur und Facility Manager die Einhaltung dieser Standards nach, was häufig Voraussetzung für Herstellergarantien auf Heizkessel, Pumpen und andere Komponenten ist. Der Facility Manager bewahrt das Spülprotokoll als Teil der Gebäudewartungsunterlagen auf. Es wird in Inbetriebnahme-Checklisten und später bei Routineinspektionen oder zur Fehlersuche verwendet. Treten beispielsweise nach einigen Jahren Zirkulationsprobleme oder Korrosion in der Heizungsanlage auf, besteht der erste Schritt darin, das ursprüngliche Spülprotokoll und die Aufzeichnungen zur Wasseraufbereitung zu überprüfen. Dieses Dokument gibt allen Beteiligten die Sicherheit, dass das Heizungswasser ordnungsgemäß gereinigt und aufbereitet wurde, sodass der Schmutzfänger optimal funktioniert, indem er nur den minimalen Schlamm auffängt, der sich im Normalbetrieb bildet (anstatt mit Bauschutt überladen zu werden). Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Spülprotokoll dazu beiträgt, die Zuverlässigkeit und Effizienz des Systems vom ersten Tag an sicherzustellen und eine Grundlage für ein kontinuierliches Wasserqualitätsmanagement in der Anlage bildet.

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Details

Dokumenttitel/-typ

Entrepreneur Declaration (Unternehmererklärung gemäß Gebäudeenergiegesetz – GEG)

Zweck und Umfang

Bestätigt, dass die Heizungsanlage den energetischen und ökologischen Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes ( GEG ) entspricht. Die Erklärung bescheinigt die ordnungsgemäße Umsetzung der geplanten Energiesparmaßnahmen.

Relevante Vorschriften/Normen

- Gebäudeenergiegesetz (GEG) §§ 88–92 (Energieeffizienz und Konformitätsnachweis)
- DIN V 18599 (Energieeffizienz von Gebäuden)
- EnEV (Ersetzte Referenz, für den Übergangsnachweis)

Schlüsselelemente

Gebäude- und Anlagentypbezeichnung
Installierte Heiztechnik und Effizienzkennwerte
Bestätigung der Einhaltung der GEG-Grenzwerte
Bescheinigung und Unterschrift des Auftragnehmers
Datum der Anlagenfertigstellung und Inbetriebnahme

Verantwortlicher

Ausgefüllt und unterschrieben vom Bauunternehmer bzw. Anlagenbauer , geprüft vom Projektleiter bzw. Energieberater .

Praktische Hinweise

Die Unternehmererklärung wird dem Gebäudeeigentümer vorgelegt und dient als Nachweis bei Energieaudits oder Baugenehmigungsverfahren. Sie ist vom Facility Manager in der Energiedokumentation des Gebäudes zu archivieren.

Erläuternder Absatz

Die Unternehmererklärung ist ein gesetzlich vorgeschriebenes Dokument gemäß Gebäudeenergiegesetz (GEG) , das die Einhaltung der Energieeffizienzstandards durch die Heizungsanlage formal nachweist. Im Zusammenhang mit einer Heizungsanlage (z. B. mit Schmutzfänger zur Schlammabscheidung) bestätigt diese Erklärung, dass alle energetischen Aspekte der Anlage den in der Planungsphase genehmigten Spezifikationen und Berechnungen entsprechen. Sie umfasst Elemente wie Typ und Effizienz des Heizkessels oder Wärmeerzeugers, das Vorhandensein vorgeschriebener energiesparender Komponenten (z. B. Hocheffizienzpumpen oder -regler), die ordnungsgemäße Isolierung der Rohrleitungen und die Integration aller erforderlichen erneuerbaren Energiequellen oder Wärmerückgewinnungssysteme. Die Erklärung schließt im Wesentlichen die Lücke zwischen Planung und Ausführung: Sie besagt, dass die errichtete Anlage die Energieleistungsziele (häufig berechnet nach der Norm DIN V 18599 für Gebäudeenergieeffizienz) erfüllt. Da das GEG die frühere EnEV (Energieeinsparverordnung) und andere Gesetze ersetzt hat, dient die Unternehmererklärung nun als einheitliche Konformitätserklärung. Typischerweise wird auf die relevanten Paragraphen des GEG verwiesen (z. B. §§ 88–92, die die Anforderungen an gebäudetechnische Anlagen festlegen) und anhand von Daten aus den Energieberechnungen nachgewiesen, dass die Installation der Heizungsanlage – einschließlich der Schmutzfänger, die durch die Sauberhaltung der Anlage zu einem effizienten Betrieb beitragen – den geforderten Wirkungsgraden und Umweltauflagen entspricht.

In der Praxis wird die ausgefüllte und unterzeichnete Unternehmererklärung dem Gebäudeeigentümer (oder dessen Vertreter) bei Inbetriebnahme der Heizungsanlage übergeben. Sie wird häufig im Rahmen der Fertigstellungsbescheinigung des Projekts von der örtlichen Baubehörde geprüft oder dort eingereicht, um sicherzustellen, dass das Gebäude alle energierechtlichen Anforderungen erfüllt. Für den Facility Manager ist dieses Dokument ein wichtiger Bestandteil des Konformitätsarchivs des Gebäudes: Es muss für zukünftige Energieaudits, gesetzlich vorgeschriebene Inspektionen oder die Beantragung von Green-Building-Zertifizierungen und -Förderungen zugänglich aufbewahrt werden. Auch wenn die Erklärung im Normalbetrieb nicht täglich abgerufen wird, gibt sie die Gewissheit, dass die Heizungsinstallation ordnungsgemäß und gesetzeskonform durchgeführt wurde. Bei einem Verkauf des Gebäudes oder einer größeren Prüfung wird die Unternehmererklärung überprüft, um sicherzustellen, dass die Heizungsanlage (und andere technische Systeme) zum Zeitpunkt der Installation den Vorschriften entsprachen. Sollten zudem Änderungen oder Modernisierungen der Heizungsanlage geplant sein, kann der Facility Manager die Originalerklärung einsehen, um die grundlegenden Anforderungen zu verstehen und sicherzustellen, dass alle Änderungen weiterhin den geltenden GEG-Standards entsprechen oder diese sogar verbessern.