Zentrale Trinkwassererwärmungsanlagen bestehen aus verschiedenen Bauprodukten wie Speichern, Wärmeerzeugern, Armaturen, Dämmungen sowie Befestigungs‑ und Durchführungsprodukten. Diese Komponenten müssen über Gewerkegrenzen hinweg geplant und eingebaut werden. Für Facility Manager bedeutet das, dass die zugehörige Dokumentation die EU‑Produktkonformität für alle eingesetzten Bauprodukte (insbesondere nach der Bauprodukteverordnung Regulation (EU) 305/2011 und ihrer Neufassung (EU) 2024/3110) abdecken muss. Zudem sind Nachweise zur bauordnungsrechtlichen Verwendbarkeit gemäß Landesbauordnung (HBauO) erforderlich und die Ausführungs‑ und Übergabebelege nach den Allgemeinen Technischen Vertragsbedingungen (VOB/C) – etwa DIN 18379, 18380, 18381, 18385, 18386, 18421 sowie bei metallischen Bauteilen DIN 18384 – müssen vorliegen. Diese Dokumente sind von der Planung bis zum Betrieb zu verlangen, zu prüfen, zu archivieren und während des gesamten Lebenszyklus aktuell zu halten.
Für zentrale Trinkwassererwärmungsanlagen muss das Facility Management ein vollständiges, konsistentes und aktuelles Dokumentationspaket bereitstellen. Dieses umfasst (1) EU‑Nachweise wie DoP, CoCP und ETA/EAD, (2) bauordnungsrechtliche Nachweise wie abZ/abG, abP und ZiE sowie (3) Übergabeunterlagen nach VOB/C (DIN 18379–18386, 18421, 18384). Eine strukturierte Ablage nach VDI 6026 erleichtert Übergaben und gewährleistet, dass alle Phasen des Projekts vollständig dokumentiert sind. Verknüpfen Sie jedes Dokument mit dem jeweiligen Bauteil oder Raum im CAFM und überwachen Sie Fristen und Gültigkeiten. Dadurch werden rechtliche Compliance, Betreiber‑ und Arbeitssicherheit sowie transparente Gewährleistungs‑ und Lebenszyklusprozesse sichergestellt.
Zentrale Trinkwassererwärmungsanlage im Gebäudebetrieb
Leistungsbeständigkeits Zertifikat (Certificate of Constancy of Performance)
Zweck & Anwendungsbereich
Das Zertifikat bescheinigt durch eine notifizierte Produktzertifizierungsstelle, dass die erklärten Leistungen eines Bauprodukts unter dem jeweiligen AVCP System dauerhaft konstant sind.
Hersteller/Planer (beantragen), Bauaufsichtsbehörde (erteilen), FM (archivieren/überwachen)
Praxishinweise
Bedingungen der ZiE in Betriebsanweisungen übernehmen; rechtzeitig Behörden abstimmen
Expertenhinweis
Schließt rechtliche Lücken für Sonderlösungen; verhindert Verzögerungen bei Abnahmen.
Allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis (abP)
Feld
Inhalt
Dokumenttyp
Allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis (abP)
Zweck & Anwendungsbereich
Bestätigt geprüfte Eigenschaften eines Bauprodukts; für Produkte, die nicht der Erfüllung erheblicher Sicherheitsanforderungen dienen oder nach anerkannten Prüfverfahren beurteilt werden, ausreichend.
DIBt (erteilen); Hersteller/Auftragnehmer (Unterlagen bereitstellen); FM (archivieren/Überwachung)
Praxishinweise
Bei fehlendem Normenweg erforderlich; Einbaubedingungen strikt einhalten
Expertenhinweis
Prüfer und Versicherer verlangen oft aktuelle abZ/abG; rechtzeitig beantragen, da kostenintensiver als abP.
Für zentrale Trinkwassererwärmungsanlagen muss das Facility Management ein vollständiges, konsistentes und aktuelles Dokumentationspaket bereitstellen. Dieses umfasst (1) EU‑Nachweise wie DoP, CoCP und ETA/EAD, (2) bauordnungsrechtliche Nachweise wie abZ/abG, abP und ZiE sowie (3) Übergabeunterlagen nach VOB/C (DIN 18379–18386, 18421, 18384). Eine strukturierte Ablage nach VDI 6026 erleichtert Übergaben und gewährleistet, dass alle Phasen des Projekts vollständig dokumentiert sind. Verknüpfen Sie jedes Dokument mit dem jeweiligen Bauteil oder Raum im CAFM und überwachen Sie Fristen und Gültigkeiten. Dadurch werden rechtliche Compliance, Betreiber‑ und Arbeitssicherheit sowie transparente Gewährleistungs‑ und Lebenszyklusprozesse sichergestellt.